IHK-Gründungsportal: Beratung, Seminare und Formalitäten
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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) bietet kostenlose Gründungsberatung, Seminare und praktische Hilfe bei Formalitäten. Als Gewerbetreibender sind Sie automatisch Mitglied - so nutzen Sie die Leistungen optimal.
IHK-Leistungen für Gründer: Kostenlose Beratung, Seminare, Stellungnahmen und Netzwerk.
## Was ist die IHK und welche Rolle spielt sie für Gründer? Die Industrie- und Handelskammer, kurz IHK, ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft, der kraft Gesetzes nahezu alle Gewerbetreibenden in Deutschland angehören. Diese Pflichtmitgliedschaft ist vielen Gründern zunächst nicht bekannt und wird gelegentlich als unnötige Belastung empfunden. Tatsächlich bieten die 79 regionalen Industrie- und Handelskammern jedoch ein umfangreiches Leistungsangebot, das gerade in der Gründungsphase von erheblichem praktischem Nutzen sein kann. Das Gründungsportal der jeweiligen regionalen IHK bündelt Beratungsangebote, Seminartermine, Informationen zu Formalitäten und Netzwerkmöglichkeiten an einem Ort und richtet sich ausdrücklich an Personen, die eine Unternehmensgründung planen oder gerade durchführen. Die IHK versteht sich als Interessenvertretung der gewerblichen Wirtschaft gegenüber Politik und Verwaltung. Darüber hinaus übernimmt sie hoheitliche Aufgaben wie die Abnahme von Prüfungen in der Berufsausbildung, die Bestellung von Sachverständigen und die Ausstellung von Ursprungszeugnissen für den Außenhandel. Für Gründer relevanter sind allerdings die Dienstleistungsangebote im Bereich Beratung, Information und Weiterbildung, die zu einem großen Teil kostenfrei oder zu sehr günstigen Konditionen angeboten werden. ## Die kostenlose Gründungsberatung der IHK Das Herzstück des IHK-Angebots für Gründer ist die persönliche Gründungsberatung, die in den meisten Kammern ohne zusätzliche Kosten in Anspruch genommen werden kann. In einem Einzelgespräch von typischerweise einer bis anderthalb Stunden bespricht ein erfahrener Berater die individuellen Fragen des Gründers. Dabei kann es um die Wahl der Rechtsform gehen, um steuerliche Grundsatzfragen, um die Einschätzung des Geschäftsmodells, um Fördermöglichkeiten oder um die notwendigen Genehmigungen und Anmeldungen. Die Qualität dieser Beratung ist in der Regel hoch, da die IHK-Berater langjährige Erfahrung mit den typischen Herausforderungen von Gründern in der Region mitbringen und die lokalen Gegebenheiten kennen. Sie können einschätzen, welche Genehmigungen für eine bestimmte Geschäftstätigkeit erforderlich sind, welche Behördengänge in welcher Reihenfolge erledigt werden sollten und welche regionalen Förderprogramme in Frage kommen. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass die IHK-Beratung eine allgemeine Orientierung bietet und keine spezialisierte Rechts- oder Steuerberatung ersetzt. Für komplexe rechtliche Fragen oder die steuerliche Gestaltung wird man weiterhin einen Fachanwalt oder Steuerberater hinzuziehen müssen. Um einen Beratungstermin zu vereinbaren, kontaktiert man die für den geplanten Unternehmensstandort zuständige IHK. Die meisten Kammern bieten die Terminvereinbarung telefonisch oder über ein Online-Formular auf ihrer Website an. Manche Kammern führen auch offene Sprechstunden oder Gründerstammtische durch, bei denen man ohne vorherige Terminvereinbarung kurze Fragen klären kann. ## Businessplan-Check und Existenzgründungsberatung Über die allgemeine Erstberatung hinaus bieten viele Industrie- und Handelskammern einen detaillierten Businessplan-Check an. Hierbei wird der vom Gründer erstellte Geschäftsplan von einem Berater auf Plausibilität, Vollständigkeit und typische Schwachstellen geprüft. Dieses Feedback ist besonders wertvoll, wenn man einen Kredit bei der Bank beantragen oder einen Zuschuss wie den Gründungszuschuss der Agentur für Arbeit erhalten möchte, denn in beiden Fällen wird ein tragfähiger Businessplan vorausgesetzt. Die IHK ist zudem eine der anerkannten Stellen, die die sogenannte Tragfähigkeitsbescheinigung ausstellen können. Diese Bescheinigung bestätigt, dass das geplante Vorhaben wirtschaftlich tragfähig erscheint, und ist eine formale Voraussetzung für den Bezug des Gründungszuschusses. Die Ausstellung ist bei den meisten Kammern kostenfrei, setzt aber voraus, dass ein vollständiger Businessplan einschließlich Finanzplanung vorgelegt wird. :::info Die Existenzgründungsberatung der IHK ist von der geförderten Existenzgründungsberatung zu unterscheiden, die über das BAFA-Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows" bezuschusst wird. Letztere wird von freien Unternehmensberatern durchgeführt und kann bis zu 80 Prozent bezuschusst werden. Die IHK kann bei der Suche nach geeigneten Beratern und bei der Beantragung der Förderung behilflich sein. ::: ## Seminare und Weiterbildungsangebote Die Industrie- und Handelskammern bieten ein breites Spektrum an Seminaren und Workshops an, die auf die Bedürfnisse von Gründern zugeschnitten sind. Das Angebot reicht von kurzen Abendveranstaltungen zu Einzelthemen wie Buchführung, Marketing oder Vertragsrecht bis hin zu mehrtägigen Intensivseminaren, die einen umfassenden Überblick über alle Aspekte der Unternehmensgründung geben. Viele dieser Veranstaltungen sind für Gründer kostenfrei oder werden zu stark reduzierten Gebühren angeboten. Besonders hilfreich sind die regelmäßig stattfind
Themen: ihk, beratung, gründung, netzwerk, seminare