Excel und Google Sheets: Finanzplanung für Gründer (mit Vorlagen)

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Mit Excel oder Google Sheets erstellen Sie professionelle Finanzpläne, Liquiditätsplanungen und Controlling-Übersichten. Kostenlos und flexibel - ideal für den Start.

Excel und Google Sheets für Finanzplanung: Liquidität, Umsatz, Kosten und GuV-Vorschau.

## Warum Finanzplanung für Gründer unverzichtbar ist Wer ein Unternehmen gründet, steht vor einer Vielzahl von Entscheidungen, doch kaum eine ist so grundlegend wie die Frage der Finanzen. Eine solide Finanzplanung bildet das Fundament jeder erfolgreichen Gründung, denn sie zeigt nicht nur, ob eine Geschäftsidee wirtschaftlich tragfähig ist, sondern hilft auch dabei, finanzielle Engpässe frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. In der Anfangsphase greifen die meisten Gründerinnen und Gründer zu Tabellenkalkulationsprogrammen wie Microsoft Excel oder Google Sheets, und das aus gutem Grund. Diese Werkzeuge sind flexibel, kostengünstig und ermöglichen es, auch ohne betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse erste belastbare Finanzmodelle zu erstellen. Der folgende Leitfaden zeigt, wie Sie mit einfachen Mitteln eine professionelle Finanzplanung aufbauen können. ## Excel oder Google Sheets: Die richtige Wahl treffen Bevor Sie mit der eigentlichen Planung beginnen, stellt sich die Frage nach dem passenden Werkzeug. Microsoft Excel ist der Klassiker unter den Tabellenkalkulationen und bietet den größten Funktionsumfang, insbesondere bei komplexen Formeln, Makros und der Verarbeitung großer Datenmengen. Allerdings erfordert Excel eine Lizenz, die entweder als Einzelkauf oder im Rahmen eines Microsoft-365-Abonnements erworben werden muss. Google Sheets hingegen ist kostenlos verfügbar, arbeitet vollständig im Browser und ermöglicht die gleichzeitige Bearbeitung durch mehrere Personen in Echtzeit. Für die meisten Gründer, die noch am Anfang stehen und mit überschaubaren Datenmengen arbeiten, ist Google Sheets die pragmatischere Wahl. Die Formeln und Funktionen sind weitgehend identisch mit Excel, und der Umstieg zwischen beiden Programmen gelingt in der Regel problemlos. ## Die Umsatzplanung als Ausgangspunkt Jede Finanzplanung beginnt mit der Frage, wie viel Geld voraussichtlich in das Unternehmen hineinfließen wird. Die Umsatzplanung ist dabei gleichzeitig der wichtigste und der schwierigste Teil, weil sie auf Annahmen und Prognosen basiert. Ein bewährter Ansatz ist die Bottom-up-Methode, bei der Sie vom einzelnen Verkaufsvorgang ausgehen und hochrechnen. Überlegen Sie zunächst, wie viele Kunden Sie realistisch pro Monat gewinnen können, welchen durchschnittlichen Umsatz ein Kunde generiert und wie sich diese Zahlen im Zeitverlauf entwickeln werden. In Ihrer Tabelle legen Sie dafür am besten ein eigenes Arbeitsblatt an, in dem Sie die Monate als Spalten und die verschiedenen Umsatzquellen als Zeilen anlegen. Tragen Sie für jeden Monat Ihre Annahmen ein, etwa die Anzahl der Neukunden, die Wiederkaufrate bestehender Kunden und den durchschnittlichen Warenkorbwert. Aus diesen Einzelwerten berechnet sich dann der monatliche Gesamtumsatz. Arbeiten Sie dabei immer mit drei Szenarien: einem optimistischen, einem realistischen und einem pessimistischen. So erhalten Sie eine Bandbreite, innerhalb derer sich Ihr Umsatz wahrscheinlich bewegen wird, und können auch für den ungünstigsten Fall planen. ## Kostenplanung: Fixkosten und variable Kosten trennen Auf der Ausgabenseite ist es entscheidend, sauber zwischen Fixkosten und variablen Kosten zu unterscheiden. Fixkosten fallen unabhängig vom Umsatz an und umfassen typischerweise Miete, Versicherungen, Software-Abonnements, Gehälter, Leasingraten und Steuerberaterkosten. Variable Kosten hingegen steigen und fallen mit dem Geschäftsvolumen, also beispielsweise Wareneinkauf, Verpackungsmaterial, Versandkosten oder Provisionen. Legen Sie in Ihrer Tabelle ein separates Blatt für die Kostenplanung an und listen Sie zunächst alle Fixkosten auf, die Sie bereits kennen oder realistisch erwarten. Recherchieren Sie die tatsächlichen Beträge, statt zu schätzen, denn gerade bei Versicherungen und Mieten gibt es erhebliche Unterschiede. Die variablen Kosten verknüpfen Sie am besten prozentual mit dem Umsatz. Wenn Sie beispielsweise wissen, dass Ihr Wareneinkauf etwa 40 Prozent des Umsatzes ausmacht, können Sie diese Zelle direkt mit der Umsatzplanung verknüpfen. So passt sich die Kostenplanung automatisch an, wenn Sie Ihre Umsatzannahmen verändern. ## Liquiditätsplanung: Das Herzstück der Finanzplanung Die Liquiditätsplanung ist für Gründer vermutlich der wichtigste Teil der gesamten Finanzplanung, denn sie zeigt, ob zu jedem Zeitpunkt genug Geld auf dem Konto ist, um alle Rechnungen zu bezahlen. Viele Unternehmen scheitern nicht daran, dass ihre Geschäftsidee schlecht wäre, sondern daran, dass ihnen zwischenzeitlich das Geld ausgeht. Der Unterschied zur reinen Gewinn-und-Verlust-Rechnung besteht darin, dass die Liquiditätsplanung den tatsächlichen Zeitpunkt der Zahlungsflüsse berücksichtigt. Ein Kunde, der erst nach 30 Tagen zahlt, erscheint in der Umsatzplanung sofort, aber in der Liquiditätsplanung erst einen Monat später. Erstellen Sie ein Arbeitsblatt, das für jeden Monat den Anfangsbestand an liquiden Mitteln zeigt, dann alle Einzahlungen addiert und alle Auszahlungen subtrahiert. Der re

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